11.11.2011

Der Kabinenroller erlebt sein Comeback

Die Älteren werden sich erinnern: An die kleinen, wendigen Kabinenroller der Nachkriegszeit. Die BMW Isetta zum Beispiel oder das legendäre Goggomobil. Nun wurde auf der IAA in Frankfurt eine neue Generation der Miniflitzer vorgestellt.

Futuristisch und schnittig sehen sie aus, die neuen Vertreter der Kabinenroller. Ob es die Konzeptstudie Urban Spider von Audi ist oder das Forschungsprojekt Nils von VW, die elektrischen Hightech-Dosen sehen aus, als wären sie justament dem Hightech-Kinohit “Transformers” entsprungen. Da wollte sich doch Opel nicht hinten an stellen und präsentierte auf der diesjährigen Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt den Zweisitzer RAK-e.

Die Renaissance der Kabinenroller auf der IAA

Ein Mix aus Kabinenroller und Motorrad stellt der Renault Twizy dar, der in Kürze auch in Deutschland angeboten wird. Der Straßenfloh, der für deutlich unter 10.000 Euro erhältlich sein wird, verzichtet dabei auf Türen, ABS und ESP, ist aber mit einer Reichweite von 100 km absolut Citytauglich. Türen werden übrigens als Zubehör nachrüstbar sein. Eine passende Batterie muss geleast werden, was um die 50 Euro pro Monat kosten wird.

Die auf der IAA präsentierten Elektro-Zwerge von Audi, VW und Opel sind technisch und vom Design her ausgereift und könnten in ein, zwei Jahren in Serie gehen. Der einzige Knackpunkt dabei ist noch der Preis. Audi beispielsweise will keinesfalls auf Airbags und ESP verzichten und die geplante Leichtbauweise mit teuren Materialien wie Aluminium und Karbon, macht das Gefährt nicht billiger.

Die Frage bleibt, ob Elektro-Kabinenroller für über 10.000 Euro von den Kunden akzeptiert und gekauft werden. Sinnvoll sind sie allemal, denn die Parkflächen in den Großstädten sind überall knapp und es ist auch nicht ökonomisch, mit einem großen Spritfresser mal eben zum Einkaufen zu fahren.

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